Deutsche SchülerAkademie 2010
Ziel der Deutschen SchülerAkademie ist es, Schüler deutscher Schulen im In –und Ausland in ihren Interessensschwerpunkten weiterzubilden, wie zum Beispiel in den Bereichen der Rhetorik oder Physik. Nachdem mich Frau Glause auf diese Akademie aufmerksam gemacht hatte, die dieses Jahr in Rostock stattfand, reichte ich meine Bewerbung (also meine Schulnoten, meine Interessen und eine Empfehlung) ein und wurde in meinen „Wunschkurs“ eingetragen, denn es standen mehrere zur Auswahl.
Schon im Voraus war es möglich, per Internet Kontakt zu anderen Kursteilnehmern, die zwischen 14 und 19 Jahre alt waren, aufzunehmen und somit meinen Flug beziehungsweise meine Zugfahrt mit ihnen zeitlich abzusprechen. Dementsprechend konnten wir schon die Reise nutzen, um uns näher kennenzulernen, aber auch um uns über unsere Erwartungen der nächsten 16 Tage zu unterhalten. Nach der Ankunft wurde jeder herzlich begrüßt, auch wenn man sich vorher nicht kannte.
Die zwei Wochen wurden in folgende Kurse à ca. 16 Schüler eingeteilt: 6.1 – It’s magic, 6.2 – Sie haben Ihr Ziel erreicht, 6.3 – Spektralanalyse, 6.4 – Der Mensch in der Gesellschaft, 6.5 – Gesagt ist nicht verstanden, 6.6 – Die Inszenierung der Oper.
Ich war in Kurs 6.5 „Gesagt ist nicht verstanden“, in dem wir uns mit den theoretischen Grundlagen der Rhetorik beschäftigten und diese anhand vieler verschiedener praktischer Beispiele üben konnten. Schwerpunkte waren die Vorbereitung und Durchführung einer Rede, Argumentation, Gespräch und Feedback. Pro Themengebiet gab es eine Gruppe mit vier Teilnehmern, die ihren jeweiligen Fachbereich vorstellten – in meinem Fall Argumentation. Diese Vorträge dauerten im Schnitt 40-50 Minuten. Ebenso hat jeder innerhalb der 16 Tage eine siebenminütige Rede über ein selbst gewähltes Thema gehalten, jedoch mit der Einschränkung, dass diese mit Rhetorik zusammenhängen musste. Ich habe mich mit dem Thema Gewaltprävention beschäftigt. Im Anschluss gab es immer ein Feedback der Schüler und der Kursleiter, in dem der Redner darauf aufmerksam gemacht wurde, was positiv und negativ war, ebenso wie er es verbessern könnte.
Täglich gab es kursübergreifende Angebote, kurz gesagt „KüAs“. In diesen haben sich Teilnehmer dazu bereit erklärt den anderen ihr Hobby näher zu bringen, wie zum Beispiel Salsa, Jumpstyle, Komposition oder Massage . Es gab aber auch ein Angebot, in dem eine Spanierin Spanischlaien wie mir die Grundlagen der Sprache erklärt hat. Neben KüAs gab es auch ein großes Musikangebot, wie zum Beispiel eine Band, einen Chor und sogar eine Oper. Auch eine Exkursion stand auf dem Plan, in der eine Radtour, eine Stadttour und eine Kanutour angeboten wurden. 70 Teilnehmer, mich eingeschlossen, haben sich für Letzteres entschieden.
Die zwei Wochen vergingen für mich wie im Flug, waren sehr informativ und haben sehr viel Spaß gemacht. Ebenso ist es sehr schön gewesen, neue Leute kennen zu lernen und diese Kontakte zu pflegen, auch über die deutsche Grenze hinaus.
Neben der für die Oberstufe ausgelegten Deutschen SchülerAkademie gibt es auch eine Deutsche JuniorAkademie, die nach dem gleichen Prinzip aufgebaut ist.
Jedem, der die Möglichkeit hat die DSA zu besuchen, kann ich es ans Herz legen, weil man die Zeit mit Garantie nie vergessen wird. Natürlich gebe ich auch persönlich gern noch weitere Auskünfte.
Julian Holzmann, TL2
