Unbekannte Gesichter…
Ging es Ihnen kürzlich vielleicht auch so : Sie schlagen den vertrauten Weg (unverkennbarer denn je, mit der einzigartigen Kombination aus pseudofliederfarbenen Wänden und dunkelblauem Fußbodenbelag) zum Lehrerzimmer der deutschen Abteilung ein, klopfen kurz an treten ein und ziehen sich direkt mit einem verwirrten « Excusez moi, je me suis trompé(e) » zurück. Unbekannte Gesichter und nie gesehenes Mobiliar waren der Grund für diese Verwirrung. Das war doch nicht das Lehrerzimmer der deutschen Abteilung !
Sollten 2 Monate Ferien Ihren Orientierungssinn so durcheinander gebracht haben, dass Sie sich dermaßen verirren konnten ? –Unwahrscheinlich. Hatten die fleißigen Maler die Sommerpause genutzt und ein weiteres Treppenhaus in obig beschriebener Farbkombination verziert und Sie so jeglicher Orientierung beraubt? –Unmöglich. Durch diese Überlegungen ermutigt, wagen Sie einen weiteren Blick (wie gut, dass alle Räume im oberen Teil verglast sind) und siehe da, was auf den ersten Blick völlig fremd erschien, ist es nur zum Teil. Sie erkennen Frau Glause und Frau Bormann, das große Bücherregal im hinteren Teil des Raumes und noch so einige andere Personen und Einrichtungsgegenstände. Erleichtert treten Sie ein und erfahren Folgendes : Die unbekannten Gesichter gehören zu Frau Tegel und Frau Klapdor, die Herrn Kruse, der unsere Abteilung zum Schuljahresende verlassen hatte, ersetzen sowie zu Paul Tschoecke, unserem Praktikanten, der für 3 Monate bei uns in seinen künftigen Traumberuf reinschnuppert. Ein Interview mit den beiden sympathischen und engagierten Lehrkräften und vielleicht auch mit dem mutigen und unternehmungslustigen Schüler folgt in Kürze. Hier und jetzt allerdings schon mal allen ein herzliches Willkommen in unserer Abteilung. Die unbekannten Möbel sowie 10 Laptops verdanken wir der großzügigen Sachspende von Bouygues Télécom. Veranlasst und in allen Einzelheiten organisiert wurde dies von Pierre und Justine Walter (Vorstandsmitglied und Verantwortliche des NL). An dieser Stelle ein riesiges Dankeschön. Von diesen tollen Neuigkeiten beschwingt verlassen Sie die deutsche Abteilung und bemerken erst zu Hause, dass Sie den eigentlichen Anlass Ihres Besuches völlig vergessen hatten. – PK
