Theateraufführung zum 20. Jahrestag des Berliner Mauerfalls

Den 20-jährigen Gedenktag zum Fall der Berliner Mauer nahmen die Schülerinnen und Schüler der Deutschsprachigen Abteilung (Collège) zum Anlass ein Theaterstück zu diesem Thema zu inszenieren. Am 09. November begrüßte hierzu die Leiterin der Deutschsprachigen Abteilung, Frau Heidi Glause, im Stadttheater von Fontainebleau neben den zahlreich erschienenen Eltern und Verwandten der jungen Schauspieler auch die Deutsch lernenden Schülerinnen und Schüler benachbarter Schulen und der Section europèenne des Collège. Bereits vor dem Start der Aufführung kam es zum ersten Highlight des Tages, denn die bis dahin aufgebaute Bestuhlung musste auf Grund des großen Besucheraufkommens ergänzt werden. Schnell reagierten aufmerksame Mitschüler und bauten weitere Stuhlreihen aus Klappstühlen auf. Laura Richter und Lesley Stout fassten die Aufführung wie folgt zusammen.

Am 9.11.1989, vor genau 20 Jahren, fiel die innerdeutsche Mauer. Seitdem die Grenzen, die West- von Ostberlin trennten, geöffnet wurden, ist dies ein ganz besonderer Tag. Aus genau diesem Grund führten die Klassen unseres Collège ein kleines Theaterstück vor. Durch einfache Dialoge, welche die Schüler und Schülerinnen selbst geschrieben hatten, wurde allen Zuschauern die Geschichte des Mauerfalls erzählt. Mit Unterstützung der Deutschlehrer, Frau Benamara und Herrn Kruse, wurden die Szenen einstudiert und die Aufführung vorbereitet. Die Bühnendekoration wurde von Klassen der Kunstlehrerin Frau Planchon hergestellt. Viele Eltern hatten ebenfalls geholfen, wie zum Beispiel bei den selbst gefertigten Transparenten und bei der Kostümausstattung. Ein französisches Resumée, welches vor jeder Szene vorgelesen wurde, erleichterte es den französischen Schülern zu verstehen, worum es ging. Am Anfang der Aufführung wurden die Unterschiede zwischen West- und Ostberlin gezeigt. Man merkte schnell, dass es nicht nur im östlichen Teil Deutschlands Unzufriedenheiten gab, sondern auch im westlichen Teil. Da viele Familien durch den Bau der Mauer auseinander gerissen wurden, gab es zahlreiche Fluchtversuche. Auch diese vergaßen die Schüler nicht. Selbst die legalen Grenzübergänge wurden in das Theaterstück eingebracht. Trotz alledem gab es noch immer viele unzufriedene Menschen, weshalb es zum Schluss dann zu einem Demonstrationszug kam, so dass die Grenzsoldaten keine Chance mehr hatten und die Grenze öffnen mussten.

Obwohl die „Schauspieler“ anfangs vielleicht ein bisschen nervös waren, war die Aufführung perfekt gelungen und gut gespielt, und an einigen Stellen wurde auch herzlich gelacht. Am Ende gab es für alle viel Applaus!

Lesley Stout, 5e und Laura Richter, 2e